Emotionen statt Fakten: Analyse der Wahlplakate zur Bundestagswahl 2017

Am 24. September sind vier Jahre um und die Bundestagswahl steht wieder an. Der Ausgang ist noch keineswegs Gewiss, denn vergangene Wahlen haben uns gezeigt, dass die Stimmung der Wähler wechselhaft ist und Prognosen gern mal daneben liegen. Welche Rolle spielen Wahlplakate bei der Beeinflussung der Wahlentscheidung? Schaffen sie es, die Wähler zu erreichen und letztlich zu überzeugen? Wie kann man die emotionale Effektivität von Wahlplakaten überhaupt greifbar machen?

Emotionen statt Fakten

Gemeinsam mit dem Markenagentur red pepper aus Bremen analysieren wir die Wahlplakate zur Bundestagswahl 2017 bezogen auf ihre emotionale Wirksamkeit. Denn spätestens seit der Wahl von Trump zum US-Präsidenten weiß nun jeder: Emotionen und nicht Fakten bestimmen maßgeblich nicht nur unsere Meinung und alltägliche Entscheidungen, sondern können im Wahlkampf entscheidend sein und damit weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Nicht immer sind wir uns unseren tatsächlichen Gefühlen bewusst, dennoch beeinflussen sie unser Handeln – bei Anschaffungen, beim Abschluss eines Kredits oder einer Versicherung oder aber bei der Wahl der nächsten Bundesregierung.

Die Studie

In der Studie anlässlich des deutschen Wahlkampfs sieht sich eine Versuchsgruppe unentschlossener Wechsel- und Erstwähler die kürzlich erschienen Wahlplakate zur Bundestagswahl an, während die Experten von emolyzr ihre spontanen, emotionalen Reaktionen millisekundengenau mittels neurowissenschaftlicher Technologie erfassen. Im Alltag beachtet man Wahlplakate meist nur für wenige Sekunden – häufig im Vorbeifahren. EmoMaps visualisieren auf intuitive Weise, welche Informationen während dieser kurzen Zeit wahrgenommen werden, wie sie unbewusst bewertet werden und, ob sie im Gedächtnis Spuren hinterlassen.

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Abb.: Beispiel einer EmoMap aus der Analyse zur Europwahl 2014: Sichtbare Bereiche wurden angeschaut (Eye Tracking), rosarote Bereiche erzeugten positive Gefühle, eisblaue Bereiche erzeugten negative Gefühle bei den Betrachtern (Emotion Tracking).

Doch wodurch entsteht Authentizität? Passt Humor zu jeder Partei? In ihrem Wahlprogramm und ihrer Satzung haben die Parteien formuliert, wofür sie stehen wollen und welche Werte sie vertreten. Auf dieser Basis dechiffriert der Expertenstab von red pepper die impliziten Codes wie Gestaltung, Bilder und auch Botschaften der Wahlplakate, und überprüft, ob die Parteien ihre Werte auch durch ihr Branding und ihre Kommunikation nach Außen vermitteln können. Je konsistenter die Kommunikation zur Partei passt, desto leichter fällt dem Wähler die Wiedererkennung – und die Entscheidung.

Erfolgreiche Wahlkommunikation lebt also von zwei Faktoren: Zuerst muss sie bei den Wählern „landen“, das heißt unmittelbar Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ein positives Gefühl erzeugen und sich einprägen. Aber sie muss auch langfristig zu einem kohärenten Markenimage beitragen, um die Wähler erfolgreich an eine Partei zu binden. Welche Wahlplakate von welchen Parteien das in diesem Jahr schaffen werden, werden die Ergebnisse dieser Studie offenbaren.

Die Ergebnisse

Folgt uns in den kommenden Wochen hier in unserem Blog und erfahrt mehr über die Analyse, die Ergebnisse unserer Untersuchung und seid gespannt, wer den ersten Platz in unsererm Emotion-Ranking belegen wird.  

Unter #wahlwerbeanalyse halten wir Euch auf Facebook auf dem laufenden über neue Blogartikel.

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